Laos 🇱🇦
Von Chiang Rai - nach Ban Houayxay
Meine Sorge wegen des Tickets nach Bokeo ( Nord-West Laos ) war völlig unbegründet, außer mir, waren nur noch 2 Sack Reis und 3 Laoten im Bus :-)) Die Fahrt bis zur Grenze war wegen der schönen Landschaft und der kleinen Ortschaften, die einen sauberen und wohlhabenden Eindruck machten, sehr kurzweilig. Außerdem hab ich mich intensiv mit einer Jungen ( 23 ) Laotin unterhalten die in Japan studiert hat. Sie wurde von ihrem Neffen an der Busstation abgeholt; die Beiden haben mich, da wir nahezu den gleichen Wege hatten, dann noch bis zu meinem Hotel gebracht. Hier bleibe ich vom 07.-09.12.
Übrigens:
Die Einreise nach Laos war sehr einfach, ich brauchte nur einige Formulare ausfüllen, ein Passfoto bereithalten und 30 $ zahlen und schon war ich drin!
Ban Houayxay ist ein „kleines Kaff“ direkt am Mekong, von hier starten auch die Slowboote nach Luang Prabang.
Es ist hier oben in Nordlaos, der Ort liegt auf ca. 370 m Höhe, ziemlich kühl. Morgens und abends so ca 10° da muss man sich schon warm anziehen; tagsüber ist es dann so 30°. Auch beim Geld muss ich mich erst wieder an die großen Zahlen gewöhnen; ich bin mal wieder, eben so, Millionär geworden. Die Währung heißt kip; 100.000 LKip sind ziemlich genau 10,00 €. Das Leben hier ist deutlich billiger als in Thailand. Außerdem findet der Straßenverkehr hier wieder auf der rechten Seite statt.
Eindrücke aus Ban Houayxay
The Gibbon Experience
ist ein Projekt des „sanften“ Tourismus im Nam Kan Nationalpark in Nord Laos. Mit den Einnahmen aus dem Projekt werden zahlreiche lokale Projekte im Land gefördert bzw. unterhalten. Die Idee zu diesem Projekt stammt von einem Franzosen, dem es gelungen ist die Behörden von Laos zu überzeugen den Bau von Baumhäusern mit entsprechender Infrastruktur zur Versorgung der Gäste im Park zu genehmigen.
Ich fand die Idee, 3 Tage ( vom 09.-11.12. ) in einem Baumhaus im Regenwald zu verbringen faszinierend und hab mich daher entschlossen nochmals nach Nord Laos ( Houayxay ) zu reisen. Wo ist man näher an der Natur als in einem Baumhaus?Der Nam Kan Nationalpark ist 136.000 ha groß und bietet zahlreichen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum; neben anderen Primaten leben dort insbesondere auch zahlreiche Gruppen von Gibbons.
Der Weg von Houayxay in den Nationalpark war sehr weit; erst mit dem Auto ca. 1 1/2 h auf der Landstraße anschließend wurde ein Fluss mittels einer Furt überquert und wir fuhren 1h auf einer Sandpiste weiter bis zu einem kleinen Dorf. Danach ging es, von Dorf, zu Fuß 1h durch den Wald weiter bis zur 1. zipline zum üben und danach weiter bis zur zipline die uns zu unserem Baumhaus gebracht hat.
Die Baumhäuser mit ihrer Infrastruktur, bestehend aus schmalen Pfaden im Wald und so genannten Ziplines über die man in die Baumhäuser gelangt oder Täler und Teile des Waldes überquert, fügen sich wenig störend in die natürliche Umgebung ein. Es gibt bisher 7 Baumhäuser die weit verstreut im Park liegen; ein; achtes soll in kürze errichtet werden. Die Baumhäuser bieten Raum für 6 - 8 Personen und sind nur über die Ziplines zugänglich auch der Bau der Häuser, mit Zuführung des kompletten Materials wurde mit Hilfe der Ziplines erstellt. Daher dauert der Bau der Häuser immer mehrere Monate und ggf. bis zu einem Jahr. Es gibt insgesamt 28 Ziplines von unterschiedlicher Länge im Park, die längste ist 450 m lang.; fast alle überqueren Höhen von 30 - 60 m.
Alles wird über die Ziplines transportiert. Morgens kommt das Frühstück welches bei uns von zwei jungen Frauen gebracht wurde, die sich auch um das Herrichten der Betten, Moskitonetz, etc. gekümmert haben.
Auch wir mussten natürlich mit unserem Gepäck, ich hatte mir für diesen Zweck extra einen leichten kleinen Rucksack gekauft der auch noch in meinen Koffer passte, über die Ziplines ins Haus
In „meinem“ Haus ( Treehouse no 1 ) waren wir zu sechst, ein Paar aus der Schweiz ( Corrine und Julian ) ein Paar aus (Frankreich ( Marin und Martin ), ein Italienerin aus Rom die in London lebt ( Azurra ) und ich. Natürlich war ich der Älteste, die anderen waren etwa halb so alt wie ich. Aber es hat trotzdem gepasst und wir haben uns gut verstanden. Durch einen glücklichen Zufall haben wir am Anfang das beste treehouse gewählt, es war mit Abstand das größte und bot daher für jeden genügend Privatsphäre um sich wohl zu fühlen. Am 2. Tag haben wir alle Baumhäuser besucht, so das wir einen guten Vergleich hatten. Das höchste treehouse war auf einem Baum in 45 m Höhe. Für mich waren es 3 ungewöhnliche und erlebnisreiche Tage; leider haben wir wahrscheinlich auch wegen der Jahreszeit, es ist Trockjenzeit daher gibt es wenig Früchte und es war morgens und abends außergewöhnlich kalt, keine Tiere gesehen. Dafür jedoch gehört. Nachts ist es stockdunkel und totenstill erst deutlich nach Sonnenaufgang so um 06:30 Uhr beginnt das Leben mit dem ersten Vogelgezwitscher bzw. Geschrei.
( Der Kartenausschnitt unten ist von „The Gibbon Experience“ )
Hier einige Bilder dazu ...
Mit dem Slowboat in 2 Tagen über den Mekong von Ban Houayxay nach Pakbeng und Luang Prabang
Für mich die angenehmste Art die ca. 320 km bis nach Luang Prabang von Houayxay zurückzulegen. Durch den Tipp zweier Mitreisender aus der Schweiz, die ich auf dem gibbon experience Projekt getroffen hab, habe ich ein sehr gutes Boot erwischt. Das Boot befand sich auf einer Promotionstour und hat für 265.000 Kip ( ca. 30$ ) neben Mittagessen auch noch freie Getränke wie Kaffee,Tee und Wasser angeboten. Außerdem war das Boot relativ klein
( für ca. 30 Leute ), so dass die Reise sehr angenehm verlief. Auf der Fahrt haben wir noch verschiedenen Stopps eingelegt um ein Dorf der Mohn, die Pak Ou Höhlen, und ein Whisky Brenner Dorf zu besuchen. Das public Slowboat hätte für 230.000 Kipp von alldem nichts geboten.
Houyaxay, vor dem Ablegen am 12.12.
Das Slowboat; eine mittlere Größe für ca. 30 Passagiere
Julian u. Corrine aus der Schweiz; mit den Beiden war ich 3 Tage im Gibbon Experience
Unterwegs
Zwischenstopp mit Besuch eines Dorfes der Mon
Ein stolzer Vater
Dorfkinder
Kinder bieten selbstgemachte Armbänder zum Verkauf an
Der erste Verdienst wird gezählt
In der Hoffnung auf noch mehr Geschäfte, begleiten uns die Kinder zurück zum Boot
Der Steuermann und seine Frau
Wir passieren weite Landschaften ohne Besiedlung
Ab und zu kleinere Hütten; wahrscheinlich von Fischern
Ankunft am späten Nachmittag in Pakbeng
Ausstieg mit Gepäck
Mein Hotel
Pakbeng am nächsten morgen
Pakbeng, ein kleines Kaff das hauptsächlich von den Boottouristen lebt
Frühstück
Vor dem Ablegen
Es ist ziemlich kühl, daher steigt „Nebel“ vom Fluss auf
Unterwegs
Die Steuerfrau
Eine kleine Siedlung
Die Pak Ou Höhle
In der oberen Höhle
Begegnung
Luang Prabang
Ist eine schöne Stadt am Zusammenfluss von Nam Kam- und Mekong River.
Dieser Ort strahlt eine ungeheure Gelassenheit aus! Hier kann man sich einige Tage aufhalten, den Ort und die Umgebung erkunden und sich von der Atmosphäre einnehmen lassen. Zum Relaxen der richtige Ort!; hier bleibe ich vom 13. - 16.12. Ich wohne in einem schönen alten Hotel, im Kolonialstil, mit Blick auf den Mekong.
Von Luang Prabang über Vang Vieng nach Vientiane
190 km oder 6h bis Vang Vieng mit dem MiniVan über die Höhen von Laos. Der Pass, den wir überquert haben lag auf 1.900 m Höhe ( siehe Bild ; danach ging es teilweise auf einer Schotter- bzw. Schlaglochpiste weiter. Zum sicherlich hässlichsten Ort in Laos. Ich hab sogar den Eindruck, der Ort ist im Vergleich zu letzten Mal, noch hässlicher geworden! Hier gibt es alles für die „Spassgesellschaft“. Aber der direkte Weg nach Vientiane, nochmals 160 km bzw. 4h im Bus, war mir einfach zu lang! Und deshalb habe ich mich entschieden, in Vang Vieng zu übernachten und am nächsten Tag, den 17.12. nach Vientiane weiter zu reisen.
Der Kartenausschnitt ist von Google
Fotos unten: die Passhöhe, Straßen in Laos, Vang Vieng
Lao Railway?
Die Chinesen bauen eine Eisenbahnlinie in Laos! Bisher gab es keine Eisenbahn; bzw. nur das 3,5 km lange Verbindungsstück von Vientiane an die thailändische Grenze. Die neue Streck beginnt in Nordlaos an der Grenze zu China und geht bis nach Vientiane ( an der Grenze zu Thailand ) ca. 500 km. Die Bahnlinie begleitet die ( einzige ) Straße die durchs Land führt und damit auch für den Bau der Bahn wichtig ist.
Der Bau ist eine logistische Herausforderung, denn es gibt wahrscheinlich keine Betonwerke, so dass der Beton sinnvollerweise in der Nähe der Großen Bauwerke, vor Ort, hergestellt wird. Nach all dem was ich so aus dem Bus sehen konnte, machen die Bauwerke in der Trasse, die etwa zu 3/4 fertig sind einen sauberen und soliden Eindruck.
So wie ich den Baufortschritt, aus meiner sehr eingeschränkten Sicht beurteilen kann, dauert es nach meiner Auffassung noch mindestens 3 Jahre bis der erste Zug rollt. Die Trasse ist eingleisig und durchquert das Land relativ gerade, da man hier auf Anlieger und Umwelt wenig Rücksicht nimmt. Aufgrund der vielen Berge und Täler verläuft die Trasse vielfach auf Dämmen, Brücken und durch Tunnel. Bezahlt wird wahrscheinlich alles von den Chinesen denn die Laoten haben kein Geld. Wie genau hier die Vereinbarungen sind würde mich schon interessieren. Die Trasse ist Teil der neuen chinesischen Seidenstraße um neue ( alte ) Handelsrouten wieder zu beleben.
Impressionen aus Vientiane
Mein Hotel; eine Oase mitten in der Stadt und das alles für 34 $ mit Frühstück, AC, ...
Eingang zum Kloster, auch hier gibt es viele sakrale Bauwerke
Am frühen ( 08:00 Uhr ) morgen; de Kinder müssen zur Schule
Tempel
Eine der besseren Straßen
Das nationale Wahrzeichen; es wurde errichtet als die Laoten sich von den Franzosen befreit haben und erinnert irgendwie an ...
Einer der wenigen Fuß- ( Pfoten- ) gänger ausser mir; der Asiate geht nicht gern zu Fuß
In Sachen Kabel stehen die Laoten den Thai in nichts nach, im Gegenteil
The Masterpeace
Der Palast des Präsidenten
An diesen kleinen Essensständen versorgt sich die einfache Bevölkerung
Die Stadt ist nicht wirklich schön, es gibt ein paar nette Ecken in der Altstadt und der Rest ...
Shop
TukTuk
Eine typische Straße in der Altstadt
Die Stadt hat nicht wirklich eine Aufenthaltsqualität
Die Straße in der mein Hotel liegt
Sticky rice in Bamboo