Zug 3. Klasse von Aranyaprathet nach Bangkok

250 km,  49 Stationen oder 5h 30‘ 

Am 15.02. bin ich mit dem Bus von Siem Reap um 11:30 Uhr an der Grenze zu Thailand angekommen, Die Aus- und Einreiseformalitäten waren auf beiden Seiten langatmig, denn es war viel Betrieb. Insgesamt dauerte es anderthalb Stunden, so dass ich erst gegen 13:00 Uhr endlich in Thailand war. 

Anschließend hab ich mir noch ein Kaffee beim Cafe Amazon gegönnt und bin danach zum Grenzbahnhof gegangen. Es war bereits 13:30 Uhr und ich ging davon aus, dass der Zug um 13:53 Uhr, wie auf meinem Fahrplan aus dem Netz dargestellt, los fährt. Als ich das Ticket gekauft hab, hab ich an der Wand neben dem Schalter einen neuen Fahrplan gesehen. Dort war aufgeführt, dass der Zug erst 1 h später los fahren sollte. Was für ein Glück, dass ich so früh war, denn die Waggons standen bereits am Gleis und füllten sich allmählich. So konnte ich in Ruhe ein schönes Plätzchen finden. Ich war natürlich, wie immer der einzige Farang im Abteil und wahrscheinlich auch im Zug. Die so genannten Backpacker interessiert es nicht oder sie wissen nicht einmal, dass es auch eine Zugver'bindung nach Bkk gibt, die fahren zu über 96% mit dem Mini-Van und brauchen wegen der vollen Straßen über 6h. Ich halte hingegen eine Zugfahrt für eine entspanntere Lösung um ans Ziel zu gelangen. 

In meinem Abteil, Sorry, Wagon, hatte sich bereits ein interessantes Völkchen versammelt um mit mir Richtung BKK zu reisen. Links neben meiner Sitzreihe saß ein älteres Thai Ehepaar; der Mann versuchte, mit wenigen englischen Brocken mit mir ins Gespräch zu kommen, was auch teilweise gelang, währenddessen seine Frau ihm, mit einem Tuch, den nackten Oberkörper trocken rieb. Auf meiner Seite saß eine junge Kambodschanerin die allein reiste. Nach einigen Minuten, kam ein älterer Thai hinzu der das Ehepaar von nebenan kannte und sich mit ihnen unterhielt. Wenig später, kam auch er mit mir ins Gespräch und versuchte sein Englisch, was er vor zig Jahren mal gelernt hatte, an mir auszuprobieren,. Er stellte die üblichen Fragen nach Name und Herkunft und Alter, etc. und als ich ihm sagte, wie alt ich bin, war er nur erstaunt, denn er selber war bereits 70 Jahre alt. Danach machte er mir ständig Komplimente, wie handsome ich sei. Und als ich ihm sagte, dass mein Name,  eigentlich mein 2. Vorname, Alexander sei, nannte er mich nur noch Alexander the Emperor.  Außerdem wollte er mich mit der Kambodschanerin verkuppeln, aber ich hab schnell klargemacht, dass ich verheiratet sei und zwei Töchter hab. 

Später haben die beiden älteren Thai noch jeder 1 1/2 Flaschen Chang Bier mit reichlich Eis, dass einer von beiden mitgebracht hatte, vertilgt!

Es war eine kurzweilige Fahrt, nie aufdringlich, häufig lustig, und manches konnte man wegen dem Lärm des Zuges, weil die Fenster offen waren, überhaupt nicht verstehen, aber ich machte stets ein freundliches Gesicht und lächelte entspannt..

Etwa 2 Stunden bevor wir Bangkok erreichten, setzte sich eine junge Thai neben mich. Auch wir kamen schnell ins Gespräch, und sie erzählte mir, nachdem sie mich wegen meiner Herkunft gefragt hatte, dass sie für eine thailändisch/deutsche Firma arbeitet, die sich um Schengen-Visa für Thai Frauen, die geheiratet werden sollen, kümmert. Und sie gestand mir, dass sie auf der Universität Deutsch gelernt hatte. Und so, konnten wir uns teilweise auf deutsch und auf englisch unterhalten. Es war eine sehr angenehme Unterhaltung. Was soll ich sagen, die Zeit verging wie im Flug : -)), obwohl wir im Zug saßen und mit maximal 50 km/h gen Bangkok “rasten“.  

Gegen 20:40 Uhr hatten wir endlich Hualanphong, den alten Bahnhof von Bangkok, unser Ziel, erreicht.

100 Billboards, intside Bangkok, Thailand

Thailand, die Hauptstadt der Plakatwände!

Nirgendwo sonst hab ich so viele und gigantische Plakatwände gesehen wie hier und ich meine wirklich gigantisch. Es sind hunderte mit riesigen Abmessungen, 20 m mal 100 m 30 m mal 50 m, die stehen neben den Schnellstraßen oder kleben an Hochhauswänden oder sind als Videoinstallation an Häusern angebracht. Sie sind vor allem in den Außenbezirk zu finden, stehen auf gigantischen Gerüsten und werben für irgendeinen Scheiß: Banken, Autos, Kosmetik, Smartphones, Mode Artikel , Privatkliniken, etc. 

Es ist ein Wahnsinn, hier wird keine Rücksicht auf Umwelt oder Gestaltung genommen.


Dies habe ich noch gefunden:

- Graffiti, die sich versteckt haben

- Ausblick vom Golden Mount

- Der neue große Gong auf dem Golden Mount

- Vor meinem Fenster

Nach Hause

Morgen ( 21.02. ) geht es ab 19:10 Uhr von Bangkok mit Qatar Airways zurück nach Frankfurt. Zuerst mit einer A380 von Bkk nach Doha ( siehe oben ) und anschließend, nach circa 1-er Stunde Aufenthalt, weiter mit einer Boeing 787-9 nach Frankfurt. Wo ich voraussichtlich so gegen 6:30 Uhr ankommen werde.