Vietnam 🇻🇳 

Mit Bangkok Airways am 19.12. von Bkk nach Da Nang, Vietnam. Der Flug war kurz ( 1 3/4 h ) und angenehm, die Einreise mit dem e-Visa war kein Problem! Da Nang liegt etwa in der Mitte von Vietnam, an der Wetterscheide zwischen Nord u. Süd, direkt am Meer. Die Stadt hat ca. 3 Mio. Einwohner. Hier bleibe ich vsl. 2 Nächte bis zum 21.12. um von hier einen Ausflug nach Hue ( nördlich ) zu unternehmen. Danach werde ich, langsam Richtung Süden ziehen.

The Land of Bia

Ja, Bier heißt hier Bia!  War gerade, nach Ankunft im Hotel ( 15:00 Uhr ), essen. War interessant, da ungewöhnlich. Auf der Speisekarte gab es viele Fischgerichte ( da wir ja am Meer sind ) aber auch einige Fleischgerichte außerdem Schlange und Frosch! Ich hab mich dann für etwas Bekanntes, entschieden, Frühlingsrollen mit Shrimps und ein Stück Fisch mit Reis ( Ich glaub, es war Schwertfisch, auf jeden Fall ein größeres Teil ) war ganz okay. Aber der Hammer und das ist wirklich der Hammer, hier in Vietnam kostet 0,3 l Bia im Restaurant, nur 10.000 Dong das sind weniger als  0,40 €! 

 Übrigens: Das Bier ist leicht, lecker und sehr bekömmlich. Ich muss sagen, es lässt sich gut trinken! Es macht auch keine unangenehmen Neben- oder Nachwirkungen, sofern man nicht zu viel davon trinkt!

Mein erster Eindruck, die Menschen hier, in Da Nang, eine 3 Million Stadt direkt am Meer gelegen, sind sehr freundlich und sehr zuvorkommend! Und das Leben hier ist deutlich billiger als in Thailand! Ein Euro entspricht ca. 25.000 Dong oder 10.000 Dong sind ca. 0,4 Euro!


Aber,

leider ist das Wetter hier zur Zeit nicht gut, sehr bewölkt ( Gott sei Dank kein Regen ), aber dafür nur circa 21° warm. Deswegen werde ich mich hier nicht länger als 2 Tage aufhalten, um mich dann weiter Richtung Süden ( in wärmere Gefilde ) zu begeben.


Erster Eindruck, siehe unten 


Foto oben: 
Strand von Da Nang




Da Nang, an emerging city

Da Nang ist eine tolle Stadt! Selbst bei schlechtem Wetter ( Nieselregen ) in der Regenzeit. Und relativ kühl, 21° zur Mittagszeit. Schade, dass ich keine Bilder machen kann. Bin extra einen Tag länger geblieben um mir die Stadt ein wenig zu Fuß zu erlaufen! Denn hier gibt es Bürgersteige, die auch in Ordnung sind, die breit genug sind, die für Fußgänger gemacht sind. Sowas hab ich bisher außer in Singapur noch in keiner südostasiatischen Stadt gesehen. Da Nang ist im Vergleich zu den thailändischen Städten aber auch zu anderen asiatischen Städten eine schöne Stadt, aufgeräumt, gut strukturiert nicht so ein Durcheinander wie in den allermeisten Süd Ostasiatischen Städten, außerdem sauber! Die Stadt hat Potenzial!

Und das Tolle ist, sie ist voller freundlicher Menschen, ja perfekt. Das, was mir bisher hier in Vietnam an Mensch begegnet ist, ist ausgesprochen freundlich, höflich zuvorkommend, so wie ich es bisher noch nirgendwo erlebt hab und es ist auch keine, so empfinde ich es zumindestens, vorgespielt Freundlichkeit!  Asien, gilt ja gemeinhin als freundlich, aber das, was ich hier erlebe, topt zur Zeit alles!  

Nein, die sind von Natur aus freundlich! Und falls du ein Problem hast, wird das gelöst ohne nach Geld zu fragen, oder aber dich hinterher über den Tisch zu ziehen! Ja, ich muss sagen, ich bin regelrecht überwältigt von dieser Freundlichkeit! 

Die Stadt ist eine junge Stadt ( so wie das ganze Land ), groß ( über 3 Millionen Einwohner ), liegt direkt am Meer in einer großen Bucht, aber auch an einem Fluss, der ins Meer fließt, hat ein schönes Stadtbild ( gesehen von den Brücken über dem Fluss ) und abends ist die Stadt voller erleuchteter Lokale und Restaurants, mit zum Teil hippen Locations ( im neuen Teil ). Selbst der alte Teil der Stadt, ist im Vergleich zu anderen asiatischen Städten, die ich bisher gesehen habe ( und ich habe viele gesehen ) aufgeräumt, sauber und mit begehbaren Bürgersteigen ausgestattet!

Ich komme am 26. Dezember noch mal ( von Hoi An )  hierhin zurück, um von hier mit dem Nachtzug nach Nha Trang zu fahren. Der Zug fährt erst um 23:30 Uhr ab, vorsorglich hab ich ein Hotelzimmer gebucht, damit ich bei schlechtem Wetter dort unterkommen kann. Aber ich hoffe, dass das Wetter dann besser ist um mir die Stadt ein wenig genauer anzuschauen, vielleicht auch ein paar Fotos ( ohne Regen ) machen zu können.

Hue

Ausflug ( 20.12.  ) nach Hue ( ca. 300.000 Einwohner) mit einer organisierten, geführten Tour zur ehemaligen Hauptstadt ( 1802-1945 ) des Kaiserreichs, ca. 100 km nördlich von Da Nang gelegen.

Besichtigt wurden: 

Das Grabmal des letzten Kaisers ( Khải Định ) aus der Nguyễn-Dynastie, eine berühmte Pagode ( Thien-Mu-Pagode ) und die Zitadelle mit ehemaligen Wohnsitz des Kaisers, der verbotenen Stadt.





Übrigens:

War wieder mal Verdammt schwer die Fotos von Hue einzustellen, da das Wi-Fi zu schwach war, hat mich bestimmt 2 Stunden gekostet (ohne Erfolg) also hab ich’s heute Morgen ganz früh erledigt :-))

Fotos, siehe unten:

Eine Lagune vor Hue in der Austern gehalten werden, um Perlen zu züchten

Eingangsbereich zum Grabmal des Kaisers

 Eine Legende besagt, dass die Frauen aus Hue besonders schön sein sollen

Der Aufgang zur Pagode

Blick auf den Parfüm Fluss in Hue

Drachenboote auf dem Parfüm Fluss, warten auf Kundschaft

Der Eingang zur Zitadelle

Der Eingang zur Stadt des Kaisers

Der Eingang zur verbotenen Stadt

Der Palast des Kaisers

Meine Reisegruppe

Hoi An

Habe mich gestern (22.12.), von Da Nang, 40 km weiter südlich nach Hoi An bringen lassen. Eine kleine Stadt, die wegen der Produktion von Laternen aus Bambus und Papier berühmt ist. Hier bleibe ich bis zum 26. Dezember. Dann geht es wieder zurück nach Da Nang um von dort mit dem Nachtzug nach Nha Trang ( ca. 550 km südlich ) zu fahren.





Foto links: Vietnamesische „Kaffeemaschine“
                     Übrigens, der Kaffee hier ist große Klasse!

Impressionen

Mit dem Nachtzug von Da Nang nach Nha Trang

Von 23:25  -  09:30 Uhr am nächsten Morgen ( 27.12. ), im Schlafwagen, mit 4-Bett Abteil und Aircon, ca.550 km Richtung Süden. 

In Nha Trang bleibe ich vsl. bis zum 29.12.



Übrigens:

Damit ich bis zur Abfahrt des Zuges  nicht auf der Straße oder am Bahnhof rumhängen muss, habe ich mir ein Hotelzimmer für den Tag zu 500.000 VND gebucht, das ich um ca. 22:00 Uhr verlassen werde.

Bahnfahrt / Nha Trang

Die Fahrt mit dem Zug von Da Nang nach Nha Trang war okay, zwar ein bisschen eng im Vierbettabteil aber irgendwie hab ich dann doch etwas geschlafen. Aufgrund der Schmalspur-Trasse, 85 % haben die 1-m Spur u. sind 1-Gleisig, war die Fahrt doch ziemlich unruhig, um nicht zu sagen wackelig. 

Die Qualität der Nachtzüge in Vietnam, verglichen mit Thailand, ist nicht gut. Obwohl die Züge in Thailand auch nicht modern sind, hat man dort jedoch viel mehr Raum und ein wenig „Privatsphäre“, weil die Sitze ( Betten ) anders angeordnet sind. Auch die Bahnanlagen, Bahnhöfe, Gleise, etc. sind hier, in Vietnam,  in keinem gepflegten Zustand. Meines Erachtens könnte deutlich mehr investiert werden, denn das Land, ausgerichtet von Nord nach Süd, eignet sich hervorragend für eine schnelle, bequeme Eisenbahnverbindung!. 

Unser Zug war pünktlich, man muss jedoch anmerken, das die Züge Im wesentlichen auf einer eingleisigen Strecke verkehren, so dass in  24h nicht sehr viele Züge fahren können und daher Pünktlichkeit kein Problem ist. 

Ich bin vom Bahnhof mit dem Taxi zum Hotel gefahren. Eine Fahrt von 10 Minuten, der Taxifahrer war sehr ehrlich, Ich habe bewusst nicht nach dem Taxameter gefragt! Die Fahrt hat aber nur 50.000 VND gekostet, das sind circa zwei Euro; der Preis war für einen Touristen absolut okay!!

Erste Eindrücke von Nha Trang: Die Stadt hat große Ähnlichkeit mit Da Nang, auch hier gibt es viele Hochhäuser, die Stadt ist jedoch viel kleiner, derzeit leben hier circa 600.000 Einwohner. Der Strand an der großen weiten Bucht ist wunderschön, er ist sehr breit, sehr lang, hat sauberen gelben Sand und so gut wie kein Plastik! Das Meer ist jedoch wegen der Regenzeit ziemlich aufgewühlt und läd derzeit nicht wirklich zum Schwimmen ein! Aber es ist deutlich wärmer als in Da Nang! Außerdem ist es schön am Strand spazieren zu gehen.  

Trotz der vielen Hochhäusern wirkt die Stadt nicht erdrückend oder unangenehm. Sie ist gut strukturiert und „luftig“ gebaut. Die Hochhäuser stehen sich nicht im Weg, sondern haben entsprechende Abstände zueinander. Außerdem sind die Straßen vernünftig dimensioniert, nicht so wie in Thailand, wo oft die Straße das Stadtbild dominiert, weil sie riesig ist . Nein, mir gefallen die bisher gesehen Städte in Vietnam gut, die sind natürlich anders als unsere aber machen insgesamt einen guten und freundlichen Eindruck. Außerdem ist das Stadtbild nicht so durcheinander gewürfelt, wie bei den Städten in Thailand, dort wirken sie: chaotisch, zerrissen und irgendwie ohne Regeln gebaut.

In Nha Trang bleibe ich bis zum 29. Dezember dann geht es 200 km weiter südlich, nach Mui Ne, wieder mit der Eisenbahn ( 3 1/2 h Fahrzeit ). 

Eindrücke aus Nha Trang: Wenn man die Bilder anklickt vergrößern sich diese

Es geht auch anders!

In Nah Trang gibt es Boulevards zum flanieren und die Straße am Strand hat eine wunderschöne Promenade. Qualitativ hochwertig gebaut und schön gestaltet, mit Park und breiten Fußgängerbereichen, Ruhezonen, Trinkwasserbrunnen, …

Wenn ich da an Thailand denke, die haben es seit Jahrzehnten nicht hingekriegt irgendwo eine schöne und funktionierende Promenade oder Gehwege zu erstellen. Es sieht immer runtergekommen und ungepflegt aus. Das gleiche gilt für Indonesien ( Bali )! 

Während in Thailand, scheinbar ein Großteil der Steuern in den Ausbau von Straßen gesteckt wird oder aber in dunklen Kanälen verschwindet, fließt es hier in die Verschönerung ( Ausbau ) der Städte!

Nha Trang ist einfach gepflegt und schön, was man von den meisten thailändischen Städten nicht behaupten kann!

Das einzige, was mir hier nicht gefällt, ist der Verkehr.! Hier gibt es zwar Zebrastreifen, aber die Mopeds und die Autos scheinen das nicht zu wissen. Ich weiß nicht, wie hoch die Rate der überfahrenen Fußgänger ist aber hier geht ja auch kaum einer zu Fuß. 

Mit dem Zug von Nha Trang nach Binh Thuan ( Mui Ne )

220 km weiter südlich nach Mui Ne,  in ca. 5 h. Mui Ne ist ein kleiner Badeort ( Fischerdorf ) an der Süd Küste. Dort bleibe ich über Silvester und Neujahr bis zum 3. Januar 2023.

Ich hab mein Ticket nach Binh Thuan über die Website  baolau.com gebucht. Damit kann man in ganz Südostasien diverse Ticket's suchen, finden und buchen. Für den Service zahlt man eine relativ kleine Gebühr. Das Ticket bekommt man per E-Mail zugesandt. Und es funktioniert! Mit Platzreservierung und allem Pipapo!  Die vietnamesischen Staatsbahnen haben auch eine gute Website, jedoch kann man da nur mit einer Kreditkarte, die von einer vietnamesischen Bank ausgestellt wurde, zahlen. Ich hab die Seite für die Fahrt von Da Nang nach Nha Trag genutzt. Da ich keine Vietnamesische Creditkarte habe musste ich mir das Ticket am Bahnhof in Da Nang abholen und bezahlen. Hat aber auch funktioniert, war jedoch umständlich, da ich extra zum Bahnhof fahren musste, denn nach der Buchung wurde das Ticket nur für 10 Stunden reserviert, später wäre die Buchung verfallen 

Die Fahrt im Großraumabteil im „Softseat“ für 160.000 VND war bequem und angenehm, außerdem recht kurzweilig, weil ich, als Exot, stets Unterhaltung hatte, auch wenn man meine Sprache oder Englisch nicht verstand. Man hat mir sogar was zu essen angeboten. Im Zug braucht man jedoch nicht zu verhungern. Hier schiebt alle 1/2h ein Angestellter ein Wägelchen durch den Mittelgang, womit diverse Getränke Speisen, Süßigkeiten etc. angeboten werden. 

Auf der Fahrt nach Binh Thuan konnte ich sehen, das Vietnam viele Wind- und Solarparks hat! Auf etliche Kilometer entlang der Strecke verteilt, häufig in Kombination, Wind und Solar. Sowas hab ich bisher in keinem anderen südostasiatische Land gesehen. Das ist sehr Vorbildlich und absolut sinnvoll!

Was mir nicht gefällt hier in diesem Land, ist der nahezu ungehemmt Gebrauch von Plastik! Da hat man scheinbar noch nichts gelernt! Hier wird Plastik in allen Variationen gebraucht z. B. zur Ausgabe von Getränken, Essen, etc. Wenn man im Zug einen Kaffee bestellt, kriegt man den in einem Plastikbecher und noch ein Strohhalm dazu, für was auch immer?!

Von Binh Thuan, dass an der Hauptstrecke liegt, musste ich noch circa 40 km mit dem Taxi nach Mui Ne, das am Meer liegt, fahren. Hat aber prima funktioniert, da die Taxen bereits schon vor dem Bahnhofsgebäude auf die Reisenden warteten :-)) Gekostet hat die Fahrt 500.000 VND das entspricht circa 20 €, Für diese Strecke absolut okay! Gedauert hat die Fahr circa 1 Stunde.

Mui Ne 

ist eine Enttäuschung! 

Ich bin bereits vor vier Jahren schon mal hier gewesen. Damals hatte ich einen besseren Eindruck von dem Ort. Es ist zwar ein Dorf mit all den Schwächen, die so ein Dorf hat, z. B. keine befestigten Bürgersteige, die Straßenränder sind ungepflegt und das Ortsbild ist nicht schön, da der Ortskern sich an der Hauptstraße orientiert. Aber der Strand war sauber!

Heute sieht es leider ganz anders aus! Der Strand ist nicht wirklich sauber, man findet jede Menge Reste von Fischernetzen, Plastik, Dosen und Biomüll, etc. Auch der Ort selbst hat m. E. ein Müll-Problem überall, auf den Nebenstraßen u. insbesondere an der kleinen Straße parallel zum Strand oder auf freien Grundstücken sind Massen von Müll zu finden, achtlos weggeworfen. Keiner kümmert sich darum!  Falls der Ort, das nicht in den Griff kriegt, werden in absehbarer Zeit keine Touristen mehr kommen! Denn es gibt genügend Alternativen! Die Lösung wäre einfach, man braucht nur ein paar Leute anzustellen, die sich um die Abfallbeseitigung kümmern! Ist hochwirksam und kostet nicht wirklich viel! Ich hoffe, das wird hier bald erkannt!

Ansonsten lässt es sich hier im Ort gut aushalten. Das Hotel, in dem ich bin, ist schön gestaltet, nah zum Strand und es hat ein gutes Restaurant. Außerdem ist die Stimmung hier im Ort ruhig und entspannt.

Hier habe ich mir auch beim hiesigen Friseur die Haare schneiden lassen..


Übrigens:

Die Bilder unten zeigen ( fast ) nur die „schönen“ Seiten 

Mui Ne -Ho-Chi-Minh City

Am 03.01. Im „Liegewagen“ ca. 220 km ( SW ) in 5 h zum ehem. Saigon. Es handelt sich hier um einen Bus mit „Liegeschalen“ in denen der Vietnamese mit Größe bis 1,70 m entspannt zum Ziel gebracht wird. Die Dinger sind anstelle von Sitzen über- und nebeneinander angebracht. Ich hab Gottseidank eine untere „Schale“ erwischt. Ich hätte natürlich lieber den Zug genommen aber der fährt erst Nachmittags und kommt Abends an und damit hätte ich einen ganzen Tag verloren. Der Bus startet um 09:00 und kommt um 14:00 Uhr an. Das war die günstigste Option.

Bin heute ( 03.01. )

 nach 5 1/2 h  Busfahrt um 15:00 uhr in Ho-Chi-Minh City angekommen. Eine riesige Stadt ca. 9 Mio. Einwohner. Der Verkehr dominiert alles. Die Fahrt mit dem Bus war ganz okay, obwohl ich, wie vor beschrieben, die Fahrt in diesen Liegeschalen verbracht habe aber es war auszuhalten. 

Bin nach dem einchecken im Hotel mal im Viertel ( 1. Bezirk ) rumgelaufen um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Quirliges Leben auf den Straßen, irrsinnig viel Reklamen, viele Hotels, viele Restaurants, sehr viel Verkehr, viele Massageläden, viele…   Wollte dann eigentlich wieder zurück ins Hotel aber bin circa zehn mal um diverse Blocks herum gelaufen ohne mein Hotel zu finden! Ich wusste, es muss in der Nähe liegen, hab’s aber nicht gefunden. Sowas ist mir noch nie passiert. Ich dachte immer, ich könnte mich nicht verlaufen, war schon in so vielen Städten aber irgendwie hat mich die Vielfalt der Reize abgelenkt oder es ist Post Covid, oder das Alter, oder … 

Ich musste echt fragen um wieder ins Hotel zurück zu kommen. Mir war klar es kann nicht weit sein aber nachdem ich das dritte Mal um den gleichen Block gelaufen bin, hab ich aufgegeben und gefragt. Ich hab noch gedacht ich muss zurück, bevor es dunkel wird. Ich hab’s dann echt geschafft, mit Hilfe Anderer. Eine neue Erfahrung, ist mir echt noch nie passiert und ich bin schon in verdammt vielen Städten rumgelaufen.

 In Ho-Chi-Minh City bleibe ich bis zum 05.01.

Ho-Chi-Minh City,

ist eigentlich eine ganz hübsche Stadt: Gut strukturiert, mit begehbaren Bürgersteigen, Boulevards, Parkanlagen, viel Grün, vielen Cafés u. Restaurants mit Außenanlagen. Leider steht dem der „ewig“ fließende Verkehr entgegen, der alles dominiert und die mögliche Aufenthaltsqualität zu nichte macht!  Hier gibt es kein MRT ( Mass Transport System ) wie in Bangkok, KL oder Singapur, nur Busse, also greift jeder auf sein eigenes Verkehrsmittel zurück und das ist in mehr 85% der Fälle ein Moped. Ganze Schwärme stehen vor den wenigen Ampeln an den Kreuzungen und warten auf das Startsignal. Diese Geräte sind ständig im fluss. Ein unablässiger Strom von Fahrzeugen. Dazu kommen natürlich noch die Autos und Busse. Die Mopeds die nicht fahren, werden einfach auf dem Bürgersteig abgestellt und machen so das Gehen schwer! 


Übrigens:

Der Asiate geht nicht gern zu Fuß, auch nicht kleine Strecken, deshalb begegnet man nur wenigen Fußgängern. Habe gerade gelesen, dass eine U-Bahn im Bau ist und 2022 fertig sein sollte. Gemerkt hab ich davon nichts. Ich hab zwar Anteile einer Hochbahnstrecke gesehen aber die war noch im Bau. Insgesamt sind sechs Strecken mit 107 km Streckenlänge geplant. Also es tut sich was, das kann nur gut für die Stadt und die Menschen hier sein!!

Ho-Chi-Minh City - Can Tho 

Am 05. geht es weiter, wieder mit dem Bus :-((, in 4 1/2 h ca. 170 km nach Can Tho ins Mekong Delta. Leider gibt es dorthin keine Zugverbindung, 

Hatte Glück, der Bus war moderner, es gab Liegeschalen für „Übergrößen“ so war die Fahrt relativ bequem:-))


Can Tho, 

eine Millionenstadt im Mekong Delta, liegt an einem Nebenarm des Mekong. Aus meiner Sicht, keine schöne Stadt, besonders im Uferbereich, sehr dreckig!

Von hier kann man diverse Ausflüge ins Mekong Delta mit Booten unternehmen. Am Flussufer wird man darauf angesprochen. Es werden Fahrten mit kleinen, großen u. mittleren Booten angeboten. Ich hab mich für ein kleines Boot ( so eine Art Ruderboot mit Motor ) entschieden u. wurde von einer Kapitänin gefahren. Ziel war, das Leben auf dem Fluss zu beobachten, daß hieß um 3:30 Uhr aufstehen, um 4:30 Uhr abfahren und 2 h Fahrt auf dem Fluss um zum ersten Markt zu gelangen. Aber um es kurz zu machen, die Tour hat sich nicht wirklich gelohnt. Spektakuläre Bilder vom quirligen Markttreiben auf dem Fluss, gab es nicht. Die Märkte finden heute in großen Hallen statt. Auf dem Fluß ist nur noch ein kleiner Teil zu finden und ich hatte den Eindruck, das der nur für die Touristen aufrecht gehalten wird. Okay, das war halt eine neue Erfahrung. War um 9:30 Uhr wieder zurück. Völlig übermüdet u. natürlich hungrig, weil ich noch nichts gegessen hatte. Außerdem war das Wetter nicht besonders gut, es hat ab und zu geregnet und  war, da sehr früh, kühl um nicht zu sagen kalt für hiesige Verhältnisse. 

Eigentlich wollte ich von Can Tho Richtung Norden, nach Chau Doc  u. von dort mit dem Boot nach Phnom Penh. Aber das Boot fährt z. Z. nicht mehr. So muss ich heute am 07.01. zurück nach Ho-Chi-Minh; um von dort nach Kambodscha zu gelangen. 


Übrigens: 

ich bin jetzt dreimal mit dem Bus gefahren. In den Städten aber auch außerhalb, sind die Straßenränder voll von Abfall! Hauptsächlich Plastik, keiner räumt es weg! Mit dem nächsten Regen geht es in die Kanalisation, falls vorhanden, oder in die Bäche u. Flüsse und von dort aus weiter. So entsteht der große Pazifische Plastik -Teppich; daran sind übrigens viele südostasiatische Staaten beteiligt, weil sich die Menschen dort ähnlich verhalten, außer in Singapur! 

Das war’s aus Vietnam! 

Ich hatte keine Lust auf eine weitere lange Busfahrt von HCM nach Phnom Penh, deshalb bin ich am 8. Januar mit Angkor Air von HCM nach Siem Reap ( Cambodia ) geflogen.