Vietnam 🇻🇳 Ho-Chi-Minh City
Erste Eindrücke
Weil mein Flug aus Bangkok ca. 1/2h Verspätung hatte, bin ich erst so gegen 21:00 Uhr im Hotel angekommen. Daher die aller ersten Eindrücke von der Rooftop-Bar. Und am nächsten Morgen den 06.02. aus dem Viertel ( Distrikt 1 ), der näheren Umgebung meines Hotels.
Ho Chi Minh Stadt das ehemalige Saigon, ist eigentlich eine schöne attraktive Stadt mit viel Grün und Struktur, nicht so zerrissen und drunter und drüber wie Bangkok. Aber leider hat man die Stadt und damit natürlich auch eine angenehme Aufenthaltsqualität, dem Verkehr, insbesondere dem Motorradverkehr, geopfert. Das macht es nicht ganz einfach diese Stadt zu mögen bzw. die Atmosphäre zu genießen. Aber wie ich auch bereits letztes Jahr schon berichtet habe, baut man hier jetzt ja auch ein U-Bahn System auf. Ich hab allerdings noch nicht herausfinden können, in welcher Phase es sich befindet. Ob schon eine oder mehrere Linien in Betrieb sind. dies wird sicher für eine Entlastung des Straßenverkehr sorgen aber kann nicht die einzige Maßnahme bleiben, wenn man mehr Aufenthaltsqualität zurückgewinnen will.
Übrigens:
Hier gibt es nicht wirklich viele Fußgänger. Die meisten Verkehrsteilnehmer fahren hier mit dem Moped. Es ist daher nicht ganz einfach, sich hier als Fußgänger zu behaupten, bzw. zu „überleben“ : -((
Fotos unten, ergänzt am 08.02. 20:15 Uhr
Tet; Tết Nguyên Đán
Am 10. Februar beginnt das Neue Jahr in Vietnam. Das Fest des ersten Morgens. Es ist das wichtigste Fest in ganz Vietnam. Man feiert hier, nach dem Mondkalender, die Ankunft des Frühlings und damit das Neue Jahr. In China beginnt am gleichen Tag ebenfalls das Neue Jahr, das Jahr des Drachen!
Die ganze Stadt ist mit Fahnen, Lampions, Blumen und abends mit Lichtern und Leuchtobjekten geschmückt. Was man so hört, dauern die Feierlichkeiten circa eine Woche. Alles strebt zu seinen Familien, um dort gemeinsam zu feiern und den Ahnen zu gedenken.
Das ist natürlich keine gute Reisezeit für Vietnam, weil Busse, Züge und Flugzeuge schon lange vorher ausgebucht sind. Auch. Hotels sind teurer als gewöhnlich. Deshalb muss ich sehen, dass ich vorher das Weite suche. Mal sehen wohin!
Eigentlich wollte ich für ein paar Tage auf der Insel Phu Quoc verbringen, aber als ich gesehen hab wie teuer die Flüge dorthin sind, die Busse waren eh ausgebucht, hab ich meine Pläne geändert!! Insofern war es nicht ganz so geschickt von mir nach Vietnam zu reisen. Obwohl mir dies bewusst war, hab ich mich einfach für den „kürzestem“ Weg aus Thailand entschieden.
Nachbemerkung zu Ho Chi Minh
Ich hab mich heute, den 07.02. mit einer Rikscha für 350.000 dong ( ca. 13 € ) 1 1/2 h durch die Stadt fahren lassen. Das war ein kleines Abenteuer und ein besonderes Erlebnis. Insbesondere wegen des Verkehrs. Aber: was ich schon angedeutet hab, die Stadt ist wirklich schön. Sie hat Charakter, sie hat Struktur, sie hat eine geordnete Bebauung und viel Grün. Sie ist sogar meines Erachtens elegant und sie wird gepflegt. Wäre da nicht dieser immense, abartige Verkehr, hätte die Stadt auch eine wirklich gute Aufenthaltsqualität. Sie ist von den großen Städten in Süd Asien, die ich bisher gesehen hab neben Singapur. sicherlich die Schönste. Und hier riecht es nicht an jeder Ecke nach Fäkalien wie in Bangkok, selbst in den kleinsten Gassen nicht. Es gibt auch keine Hochstraßen, oder Hochbahn was sehr angenehm ist und die Stadt “offener” macht. Die Stadt mit ihren ca. 9 Millionen Einwohnern, vergleichbar zu Bangkok, hat wirklich Potenzial.
Ich hab bei der Tour zwar jede Menge Abgase einatmen müssen, aber die Tour hat sich gelohnt, eine sehr beeindruckende Stadt.
Übrigens: Für mich ist das vietnamische Bia Saigon, das schmackhafte und beste Bier in ganz Süd Ost Asien. Schmeckt irgendwie leichter als die anderen Biere. Es hat 4,3 % Alkohol und ist dadurch meines Erachtens bekömmlicher und hat nicht so viel Bitterstoffe..
Fotos unten
Zurück nach Thailand
Am 8. Februar fahre ich mit dem Fernbus von Ho Chi Minh City nach Chau Doc. Einer „Kleinstadt“. ( 100.000 Einwohner ) nordwestlich von HCM. Die Entfernung beträgt ca. 250 km. Die Fahrt kosten 294..000 dong das entspricht ca. 11 €. Aufgrund der Überquerung zahlreicher Seitenarme des Mekong dauert die Fahrt ca. 6h. Da ich wegen Tet leider nur einen „späten“ Bus buchen konnte, Abfahrt 11:45 Uhr, werde ich erst gegen 18:00 Uhr dort ankommen. Daher bleibe ich 2 Nächte in Chau Doc.
Der Ort liegt an der Grenze zu Kambodscha, an einem Seitenarm des Mekong. Von dort kann man, mit dem Boot, über den Mekong, in ca. 6h Phnom Penh, die Hauptstadt von Kambodscha erreichen, die nur ca. 120 km entfernt liegt. Die Grenzformalitäten für die Aus- u. Einreise werden an zwei Grenzstationen am Mekong erledigt. Die Fahrt mit dem Boot über den Mekong ist für mich die Interessanteste und angenehmste Variante um von Chau Doc nach Phnom Penh zu gelangen.
„Einzimmer/Etage-Häuser“
In Vietnam, aber auch in ganz Süd Ost Asien, findet man in den Städten aus unserer Sicht manchmal eine merkwürdige Bebauung vor. Es gibt Häuser, die bestehen, in der Breite, nur aus einem Raum bzw. maximal 2. Sie haben somit eine Breite von 5m bis maximal 10m und sind, um das Grundstück auszunutzen, mehrere Stockwerke (5-9) hoch. Oft sind dies auch Hotels. Hintergrund ist wohl das Grundstücke knapp oder wahrscheinlich sehr teuer sind. Da man nicht in die Fläche gehen kann, baut man halt in die Höhe. Das führt dazu, weil die Bebauung in den Städten meist geschlossen ist, dass manche Räume keine Fenster haben. Das gilt auch für Hotels. Es wird halt der maximale vorhandene Platz ausgenutzt um die Zimmer unterzubringen. Ich habe schon öfter in solchen Hotels übernachtet, in Singapur, Malaysia und jetzt wieder in Vietnam. Grundsätzlich ist das fehlende Fenster kein Problem. Es gibt ja immer eine Klimaanlage und manchmal wird mit einer Lichtinstallation ein Fenster simuliert.
Foto links: Beispiel
Foto oben: Straße in Chau Doc