Von Medan über Singapur nach Bali

Fotos oben:   Medan Airport und Little India ( Singapur )



Der Flug mit Singapur Airlines war angenehm und kurz.  Es gab zwar etwas zu essen, aber das war nicht der Rede wert. Drei Tage vorher hatte ich meine Einreise über die Singapur Arrival Card online angekündigt, was den Einreisevorgang deutlich beschleunigte.  Am Flughafen musste ich lediglich meinen Reisepass an einer automatischen Sperre scannen, und schon war ich durch die Immigration. Stempel gibt es leider nicht mehr. Wer seine Einreise über die Singapur Arrival Card noch nicht angekündigt hat, kann dies am Flughafen online nachholen, allerdings dauert das dann zehn bis fünfzehn Minuten länger.

Innerhalb von fünf bis zehn Minuten hatte ich alle Einreiseformalitäten erledigt. Jetzt sitze ich am Kofferband und warte auf meinen Koffer. Mal sehen, ob der kommt. Danach werde ich 50 € in Singapur Dollar wechseln, was etwa 75 Singapore Dollar entspricht, und mit meinem IZ-Linkticket vom letzten Mal, das noch gültig ist, zur MRT-Station Levander fahren, die in der Nähe meines Hotels ( J8 Hotel ) liegt. Es ist jetzt 11:17 Uhr.

Um 11:25 Uhr hatte ich meinen Koffer bereits bekommen und Geld eingetauscht. Jetzt suche ich die MRT-Station. Die Beschilderung ist sehr gut, man findet den Sky Train zum Terminal 2, wo sich die MRT-Station zur Stadt befindet, sehr leicht. Es ist jetzt 11:31 Uhr, und ich stehe an der Station und warte auf den Sky Train. Die Anzeige zeigt an, dass der nächste in drei Minuten kommt – einfach unglaublich!

Ich kam gegen 12:30 Uhr in meinem Hotel an. Der Sky Train benötigte fünf Minuten bis zum Terminal 2, und die MRT etwa 35 Minuten.  Inklusive Fahrt und Fußweg von der Station Levander dauerte der Weg vom Flughafen bis ins Hotel, also etwa 1h. 

Ich wohne wie immer in Little India da fühle ich mich am wohlsten

Bali

Foto oben:  Stillleben mit Kokosnuss, Legian Beach  



Seit dem 19. bin ich auf Bali. Ich bin früh morgens von Singapur mit Scoot, das ist der Budgetarm von Singapur Airlines nach Bali geflogen. Der Flug hat 2 Stunden und 55 Minuten gedauert. Die Einreise war diesmal ähnlich einfach wie in Singapur. Denn auch hier gibt es die DAC ( Digital Arrival Card ). Das ist eine elektronische Voranmeldung, die man bis zu drei Tage vorher erledigen kann. Danach braucht man nach der Ankunft nur noch ein Visa on Arrival, zahlt etwa 515.000 IDR ( das sind z. Z. 26,72 € ) dafür und bekommt dann per E-Mail die Bestätigung der Einreise. Anschließend geht man durch einen Automaten, in dem nur noch die 1. Seite vom Pass gescannt wird und schon ist man drin. Ich konnte es kaum glauben und hab mich noch mal an einem Schalter vergewissert, es war kaum zu glauben aber wahr. Die  Immigration hat mir eine E-Mail gesandt, aus der meine Aufenthaltsdauer klar hervorgeht! Ein Stempel oder ein Visa im Pass gibt es nicht mehr


Übrigens!

Eine e-mail Freundschaft 

Mit der jungen Frau ( Celine ) aus den Niederlanden, die ich im Flugzeug auf dem Weg von Doha nach Bkk kennengelernt habe, habe ich eine „e-mail-Freundschft“ bis zum Ende ihrer Reise ( 22.11. ) geführt. Wir haben immer mal wieder e-mails ausgetauscht und von unserer Reise berichtet. Das war eine schöne Erfahrung!  Leider haben wir uns nicht wiedergesehen :-(( Aber die Welt ist „klein“ vielleicht trifft man sich ja auf der nächsten Reise.


Auf Bali sind vom 19. bis zum 26. November Feiertage; Galungan und Kuningan, an diesen Tagen wird den Ahnen gedacht, Zeremonien abgehalten und geopfert.

Fotos unten: 

Meine erste Woche auf Bali …

Foto oben: im Café 



ist fast vorbei und ich gewöhne mich so langsam an die Verhältnisse hier. Die Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit sind doch deutlich anders als in Thailand, Malaysia oder auf Sumatra. 

Heute, am 25.11. um 12:15 Uhr, sind es  31°, und die gefühlte Temperatur wird mit 44° angegeben!  Die Luftfeuchtigkeit liegt bei über 75 %, was den Unterschied in der körperlichen Wahrnehmung macht.  Es ist schon eine Umstellung, aber ich bin sicher, dass ich mich in der nächsten Woche schon besser daran gewöhnt habe.  

Deshalb habe ich in dieser, fast vergangenen, Woche auch nicht allzu viel unternommen. 

Eine Exkursion in die Caldera des Batur am 26.11.  …

Foto oben: - Eingang zum Tempel



Mit dabei waren André, sein Sohn Matthias und Didi, ein Freund von André, der auch bereits seit Jahrzehnten in Indonesien bzw. auf Bali lebt 

So ein Ausflug bietet eine einzigartige Gelegenheit, einen aktiven Stratovulkan mit einer Höhe von 1.717 Metern etwas näher zu kommen. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Kintamani, einem kleinen Ort im Nord Osten, der Insel auf 1.200 Metern über dem Meeresspiegel, der sich direkt am Rande der Caldera befindet. Die Entfernung von Legian beträgt ca. 72 Kilometer, wobei die Fahrtzeit aufgrund der schmalen Straßen und des Verkehrs in der Regel etwa zweieinhalb Stunden beträgt.  Die landschaftliche Schönheit der Route entschädigt jedoch für die längere Fahrzeit.

Von Kintamani aus führt eine etwa 150 Meter tiefe Abfahrt in die Caldera.  Dort angekommen, verläuft die Weiterfahrt auf einer windigen und hügeligen Straße über eine Strecke von ca. 10 Kilometern zum Pura Ulun Danu Batur. Dieser Tempel stellt einen der bedeutendsten Sakralbauten Balis dar und wird als Hüter von Harmonie und Stabilität auf der gesamten Insel verehrt. Pura Ulun Danu Batur symbolisiert den Norden Balis und ist dem Gott Vishnu sowie der lokalen Göttin Dewi Danu geweiht, der Göttin des Batur-Sees, dem größten See der Insel.  Der Besuch dieses Tempels bietet eine außergewöhnliche Gelegenheit, die kulturelle und spirituelle Bedeutung Balis zu erfahren. 

Außerdem haben wir noch zwei weitere Tempel am See besucht, den Pura Hulundanu Batur und den Pura Tirta Hulundanu.

Leider war das Wetter insgesamt nicht gut. Es war sehr wolkenverhangen und regnerisch und auf der gesamten Rückfahrt „schüttelte es wie aus Eimern“, es ist Regenzeit, das Wasser begleitete uns teilweise in „reißenden Bächen“ die Straße entlang. 




Fotos unten

Mir ist langweilig ( 03.12. )! 

Foto oben:  Regenzeit vor meiner Terrasse 


Ich bin ja schon sehr oft auf Bali gewesen, aber dieses Mal ist es schon etwas anders. Ich habe hier schon viel gesehen und bin mir nicht so ganz sicher, was ich noch unternehmen soll.  Auch wegen des Verkehrs, denn der ist hier eine Herausforderung – für 20 Kilometer braucht man schon mal eine Stunde.  Deshalb habe ich beschlossen, bis zum 16. nicht mehr viel zu unternehmen, zu mindestens keine weiten Touren mehr.

Am 16. fliege ich wieder zurück nach Thailand.  Ich versuche einfach, das Beste aus der verbleibenden Zeit hier zu machen.

Das Wetter ist zur Zeit ziemlich wechselhaft, denn es ist Regenzeit bis März.  Mal strahlt die Sonne, mal ziehen dunkle Wolken auf und es gibt etliche Gewitter.  Das macht es etwas schwierig, den Strandtag zu planen. Heute Morgen zum Beispiel hatte ich mich schon fertig gemacht, bin dann aber wieder reingegangen, als ich die dunklen Wolken gesehen habe. Später hat es dann ein bisschen geregnet. Vielleicht klappt es ja heute Nachmittag noch zum Strand.

Nee, es ist jetzt 15:00 Uhr, und gerade fängt es zu schütten an!  Ich glaube, der Strandbesuch heute Nachmittag fällt wohl auch ins Wasser. Es schüttet wie aus Kübeln, aber es ist warm, und ich kann gemütlich auf der Terrasse sitzen und dem Regen zusehen. :-))

Nusa Dua

Foto oben:  Geger Beach in Nusa Dua



ist ein schöner, ruhiger, gepflegter Ort an der Ostküste mit mehreren schönen Stränden.  

Der Geger Beach ist einer davon, ein Strand, den man mal gesehen haben sollte. Ich kannte diesen Strand bisher nicht. André hat mir neulich zum ersten Mal davon erzählt, sonst wäre ich schon längst mal dorthin gefahren. Das Wasser ist klar und sauber und er ist nur eine kurze Autofahrt von Legian entfernt – man benötigt etwa 1 Stunde, es sind nur knapp 17 Kilometer!

Der Geger Beach, bei den zwei Inseln ( Nusa = Insel, Dua = Zwei ), wartet mit einem wunderschönen, hellgelben Sandstrand und unglaublich ruhigem Wasser, darauf, erkundet zu werden.  Man kann hier gut und sicher schwimmen gehen, da das vorgelagerte Riff die Wellen sanft hält.  Für den perfekten Strandtag gibt es Liegestühle und Sonnenschirme für nur 50.000 IDR ( das sind gerade einmal 2,50 € pro Tag ).  Und wenn man ein bisschen Hunger bekommt oder einen leckeren Kaffee braucht, gibt es zwei kleine Restaurants direkt am Strand, die mit preiswertem Essen und guten Getränken punkten können. Ich werde auf jeden Fall noch mal hinfahren! Es ist so entspannt, nur eine kurze Autofahrt entfernt und einfach ein toller Ort, um abzuschalten.  Der Strand wird vor allem von Familien und Touristen besucht, die in den nahegelegenen großen Hotels für einen Urlaub dort „absteigen“ und hier gerne mal ein paar Stunden verbringen. Außerdem treffen sich hier Sonntags viele Expat‘s zum entspannen.

Trotzdem ist es nie überlaufen – einfach perfekt für einen ruhigen und entspannten Tag am Meer.


Fotos unten:

Am Strand von Legian

Foto oben: der Weg am Strand 



Vor ein paar Jahren wurde am Ende des Strandes, wo er in die Straße übergeht, ein schöner Weg angelegt.  Mit seinen 2,50 Metern Breite und sogar einem Blindenleitstreifen ist er echt praktisch!  Vielleicht hat man damals Fördergelder dafür bekommen, obwohl ich hier noch keinen Blinden gesehen habe.  Auf diesem Weg kann man, sofern man nicht am Wasser laufen möchte, gemütlich am Strand entlang schlendern und das bunte Treiben beobachten.

Entlang dieses Weges haben sich in den letzten Jahren viele kleine, Buden, einfache Restaurants und entspannte Strandbars angesiedelt.  Manche davon haben echt originelle und witzige Aufmachungen – da schaut man gerne mal länger hin!  Hier findet man fast alles, was das Herz begehrt. Man kann sich zu einem Kaffee, einem kühlen Getränk oder einer frischen Kokosnuss irgendwo niederlassen und einfach die Seele baumeln lassen.  Oder man gönnt sich eine Massage, lässt sich die Hände oder Füße manicuren oder pedicuren, kauft sich einen schicken Hut oder eine stylische Sonnenbrille, eine Kopie einer teuren Uhr – oder, oder.  Wer lieber am Strand chillt, kann sich eine Liege und einen Sonnenschirm mieten und das schöne Wetter, das Meer und den Strand genießen.  Es gibt wirklich für jeden etwas!

Am Abend wird es hier dann richtig lebhaft und überall herrscht Partystimmung.

Auf jeden Fall haben diese „Buden“ den Strand belebt und meiner Meinung nach auch noch attraktiver gemacht.  Es ist einfach schön, hier zu sein! 



Fotos unten

Garuda und Vishnu

Foto oben:  Blick auf Garuda / Vishnu


Auf der Bukit Halbinsel. In der Nähe von Nusa Dua wurde um 1990 ein riesiger Kulturpark angelegt, um dort den Hinduismus auf Bali zu würdigen. Dort wurden mehrere riesige Statuen aus dem Hinduismus errichtet. Es handelt sich um Vishnu, den Beschützer und Erhalter des Universums, und Garuda. Vishnu ( in Bali auch Wisnu ) reitet auf dem mythischen Vogel Garuda, einem geflügelten Wesen, das Loyalität, Hingabe und Freiheit symbolisiert. 

Die Figur heißt Garuda Wisnu Kencana Statue. Mit Sockel erreicht sie eine Höhe von rund 121 Metern, womit sie zu den höchsten Statuen der Welt gehört. Begonnen wurde sie 1990 und fertiggestellt   2017. Verantwortlich für das Design und die Ausführung ist der renommierte balinesische Bildhauer Nyoman Nuarta.  

Der Park ist ein Monument, das hinduistische Mythologie, balinesische Kultur und monumentale Kunst miteinander verbindet — und damit sowohl religiöse als auch künstlerische Bedeutung hat.

Die Statue ist ein architektonisches und künstlerisches Meisterwerk — ein Wahrzeichen, das Bali modern-kulturell repräsentiert. Es ist eine Hommage an Vishnu und Garuda, tief verwurzelt in hinduistischer Mythologie.

Der Park ist sehr groß und schön mit viel Grün und weiteren interessanten Statuen aber die vielen Restaurants und Shops lassen die Vermutung aufkommen, dass es sich hier auch um eine „Touristentfalle“ handelt. Alles ist professionell organisiert, um die großen Besucherströme abzufertigen. Es kommt keine Rechte Stimmung auf die man eigentlich aufgrund der mythischen Figuren erwarten könnte. Trotzdem hat es sich für mich gelohnt. Ich wollte mir das Ganze einfach mal ansehen. Es war durchaus keine Enttäuschung. 

Auf die Fahrt mit dem Aufzug in die oberen Etagen der Figur (circa 90 m) habe ich verzichtet, da man dafür 250.000 IDR haben wollte, was ich überhaupt nicht als angemessen empfand, da bereits der Eintritt 150.000 IDR gekostet hat.


Fotos unten

Das war’s aus Indonesien

Am 16.12. fliege ich wieder zurück nach Bangkok