Cambodia 🇰🇭 

08.01.2023

Mit Angkor Air in 1h von Saigon nach Siem Reap (Cambodia) als Ausgangspunkt für ein paar Tage oder mehr in Cambodia.


Übrigens:

Die Einreise nach Cambodia war völlig unkompliziert, man zahlt 30 $ u. erhält das Visa on arrival Innerhalb von 5 Minuten. Diese „Abfertigung“ einschließlich Gepäckabholen hat maximal ne halbe Stunde gedauert, obwohl viele Menschen mit dem Flugzeug angekommen waren. Geld ist halt ein gutes Schmiermittel :-))

Mit dem TukTuk von Siem Reap nach Angkor

Ursprünglich wollte ich mit dem Fahrrad fahren, aber da das Wetter sich leider verschlechtert hat und es leicht regnete, habe ich mich für ein Tuktuk entschieden. was sich auf der Rückfahrt auch als richtig erwies, denn es hat ordentlich geschüttet. Aber in der Zwischenzeit habe ich mich ganz entspannt mit dem Tuktuk  zu einige Tempel bringen lassen, Angkor ist immer wieder überwältigend ( zu mindestens für mich ). Es ist einfach toll, hier zu sein. Diese großartigen Bauwerke mitten in der Natur; man hört die Vögel, sieht auch manchmal einige Tiere, es ist einfach beeindruckend!


Was aufgefallen ist:

Auf dem Gelände von Angkor, welches etwa 40 × 40 km. misst, gibt es seit Jahrzehnten, im Wald zwischen den Tempel, viele kleine Siedlungen, mit wenigen Häusern. Als ich heute mit dem Tuktuk unterwegs war und an einigen vorbeigefahren bin, hab ich bemerkt, dass bereits einige, wie von der Regierung angekündigt, weitgehend abgerissen wurden. Die Bewohner werden umgesiedelt. Weil angeblich das UNESCO Welterbe in Gefahr ist.Das ist völlig absurd, weil die Menschen dort schon seit Generationen leben. Das ist ihre Heimat, die leben von Angkor! Die erhalten jetzt angeblich, irgendwo Draußen, ein neues zu Hause, allerdings ohne viel Perspektive!

Von Siem Reap nach Battambang

Mit dem Minivan am 11.01. in 3h ca. 165 km nach Battambang. Eine  „Kleinstadt“ ( 120.000 Einwohner) im Nordwesten von Cambodia. Die Stadt hat noch viele Bauten aus der französischen Kolonialzeit in unterschiedlichem Zustand. Dort bleibe ich vsl. 2 Tage bis zum 13.01. um mir die Stadt u. die Umgebung anzuschauen u. ggf. mit dem Bamboo Train zu fahren. Mal schauen ob es klappt. Derzeit ist das Wetter leider nicht so gut, regnerisch u. kühl. Danach geht es nach Poipet, mit dem Bus ca. 3h, zur Thailändische Grenze u. „zurück“ nach Thailand. An einen Strand um mich wieder aufzuwärmen; wahrscheinlich nach Hua Hin, das ist der nächste, relativ gute Strand, der von BKK, in 4h, zu erreichen ist. 

Bamboo Train oder Cambodian Railway

Während der  französischen Kolonialzeit, wurde durch die Franzosen in den Jahren 1929-1933 eine Eisenbahnstrecke ( 1-Gleisige, Schmalspurbahn ) errichtet, die von der Grenze zu Thailand bis nach Phnom Penh reichte. Nach dem Abzug der Franzosen in den 50-ger Jahren erfolgte die Übergabe an Kambodscha. In den sechziger Jahren wurde die kambodschanische Eisenbahn, durch ein Gemeinschafts Projekt von China, Deutschland und Frankreich, um den südlichen Abschnitt nach Sihanoukville erweitert. 

Aufgrund der Herrschaft der Roten Khmer in den 70-ger Jahren und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Unruhen, verfielen die Strecken bis zur völligen Stilllegung.  Ein regulärer Zugbetrieb fand nicht mehr statt!

Die stillgelegte Strecke wurde jedoch von erfinderischen Einheimischen weiterhin, in Abschnitten, „genutzt“. Mit dem so genannten Bamboo-Train!  Durch diese einfache aber wirksame Idee, konnten für viele Anwohner der Strecke, lange Umwege erspart werden, da Güter, Menschen und Tiere auf Teilen, dieser stillgelegten Strecke mit dem Bamboo-Train transportiert wurden. Der Bamboo-Train besteht aus zwei Achsen mit Radsätzen für den Schienenverkehr und einem einfachen Gestell aus Stahl mit „Bambusaufbau“, das auf die Achsen aufgelegt wird. Angetrieben werden die Achsen mit einem kleinen Verbrennungsmotor, der mit einem Keilriemen mit den Achsen verbunden wird. 

In der Nähe von Battambang, kann ein Teil dieser Strecke auch von Touristen, gegen Geld und natürlich illegale,  genutzt werden. Dafür muss man allerdings ca. 1h mit dem TukTuk zum Ort des Geschehens fahren.  

2015 wurden die Gleise reaktiviert und die Strecken teilweise erweitert. Es findet wieder ein regelmäßiger Zugbetrieb statt, jedoch mit wenigen Zugfahrten am Tag. Das macht die Fahrt mit dem Bamboo-Train zwar spannend aber nicht gefährlich! Es war nur ein kleines Abenteuer!

Wat Banan

Anschließend bin ich noch mit dem TukTuk ca. 1h, 30 km über Land, zum Wat Banan gefahren. Ein Tempel aus dem 11. Jahrhundert, der ähnlich wie Angkor, ursprünglich Hindu Gottheiten gewidmet war aber später durch den Buddhismus übernommen wurde,

Zurück nach Thailand 🇹🇭 

Von Battambang mit dem „Taxi“ für 7$ nach Poipet ( Cambodia ), nach 1 Nacht in Poipet, ging es am nächsten Morgen ( 14.01. ) zu Fuß über die Grenze nach Thailand, Aranyaprathet. Die Aus- u, Einreise ging schnell u. ohne Probleme, den es war nicht viel Los. Morgen früh 15.01. geht es  um 6:58 Uhr mit dem 3. Klasse Zug von Aranyaprathet in 5h nach Bangkok.