Bamboo Train oder Cambodian Railway
Während der französischen Kolonialzeit, wurde durch die Franzosen in den Jahren 1929-1933 eine Eisenbahnstrecke ( 1-Gleisige, Schmalspurbahn ) errichtet, die von der Grenze zu Thailand bis nach Phnom Penh reichte. Nach dem Abzug der Franzosen in den 50-ger Jahren erfolgte die Übergabe an Kambodscha. In den sechziger Jahren wurde die kambodschanische Eisenbahn, durch ein Gemeinschafts Projekt von China, Deutschland und Frankreich, um den südlichen Abschnitt nach Sihanoukville erweitert.
Aufgrund der Herrschaft der Roten Khmer in den 70-ger Jahren und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Unruhen, verfielen die Strecken bis zur völligen Stilllegung. Ein regulärer Zugbetrieb fand nicht mehr statt!
Die stillgelegte Strecke wurde jedoch von erfinderischen Einheimischen weiterhin, in Abschnitten, „genutzt“. Mit dem so genannten Bamboo-Train! Durch diese einfache aber wirksame Idee, konnten für viele Anwohner der Strecke, lange Umwege erspart werden, da Güter, Menschen und Tiere auf Teilen, dieser stillgelegten Strecke mit dem Bamboo-Train transportiert wurden. Der Bamboo-Train besteht aus zwei Achsen mit Radsätzen für den Schienenverkehr und einem einfachen Gestell aus Stahl mit „Bambusaufbau“, das auf die Achsen aufgelegt wird. Angetrieben werden die Achsen mit einem kleinen Verbrennungsmotor, der mit einem Keilriemen mit den Achsen verbunden wird.
In der Nähe von Battambang, kann ein Teil dieser Strecke auch von Touristen, gegen Geld und natürlich illegale, genutzt werden. Dafür muss man allerdings ca. 1h mit dem TukTuk zum Ort des Geschehens fahren.
2015 wurden die Gleise reaktiviert und die Strecken teilweise erweitert. Es findet wieder ein regelmäßiger Zugbetrieb statt, jedoch mit wenigen Zugfahrten am Tag. Das macht die Fahrt mit dem Bamboo-Train zwar spannend aber nicht gefährlich! Es war nur ein kleines Abenteuer!