Auf den Inseln des Mekong oder,

Foto oben: Insel im Mekong



Si Phan Don, was übersetzt “4000 Inseln” bedeutet, ist eine wunderschöne Flusslandschaft im Mekong, im Süden von Laos, ganz nah an der Grenze zu Kambodscha.  In der Trockenzeit, die etwa von Ende Oktober bis März dauert, entstehen je nach Wasserstand tausende kleine und größere Inseln und Sandbänke im Fluss. Der Mekong ist hier 14-16 km breit – echt beeindruckend!

Die Hauptinseln sind Don Det und Don Khone. Diese sind bekannt für ihre entspannte Atmosphäre, die traumhafte Flusslandschaft, die Natur und die Mekong-Wasserfälle, wie zum Beispiel die Khone-Phapheng-Fälle – die größten Südostasiens!  Außerdem gibt es hier noch einige traditionelle laotische Dörfer zu entdecken.

Ich verbringe gerade vier entspannte Tage auf Don Det in einem schönen Hotel ( Don Det Hotel ) direkt am Mekong. Abends kann man auf der Terrasse bei einem erfrischenden Getränk die spektakulären Sonnenuntergänge genießen. Einfach großartig!

Übrigens, auf den Inseln gibt es keine Autos, nur ein paar Mopeds und ansonsten Fahrräder. Ich war schon letztes Jahr hier, aber weil es mir so gut gefallen hat, musste ich einfach noch mal wiederkommen.



Fotos unten:  ein erster kleiner Eindruck 

Sonnenuntergang

Fotos unten:  Sonnenuntergang von meiner Hotelterrasse

Radtour

Heute, am 05.01., habe ich eine schöne Fahrradtour zum ehemaligen Hafen der Franzosen und zum örtlichen buddhistischen Tempel gemacht. 

Die Franzosen mussten damals, als sie Laos besetzt hatten, auf den Inseln Don Khone und Don Det eine Eisenbahnstrecke bauen, um die Mekong-Wasserfälle zu umgehen.  Die Khone-Wasserfälle im Süden von Laos sind nämlich ein riesiges System von Stromschnellen und Katarakten im Mekong, die den Fluss dort praktisch unbefahrbar machen – vor allem für größere Schiffe.  Daher konnten die französischen Kolonialherren ihre Wasserfahrzeuge nicht einfach den Mekong entlang weiter nach Norden schippern. 

Foto oben: Anlage aus der Kolonialzeit um Boote an Land zu fördern


Um dieses Hindernis zu überwinden, haben die Franzosen ab den 1890er-Jahren eine etwa 7 Kilometer lange Schmalspur-Eisenbahn über die Inseln Don Det und Don Khon gebaut. Bestandteil dieser Strecke ist unter anderem eine ehemalige Eisenbahnbrücke, die einen Nebenarm des Mekong auf 160 m überquert und beide Inseln verbindet. Diese Strecke verband den schiffbaren Abschnitt des Mekong unterhalb der Fälle mit dem schiffbaren Abschnitt oberhalb der Fälle.  Am südlichen Ende wurde ein Hafen mit speziellen Vorrichtungen gebaut, um die Schiffe an Land zu bringen. Die Boote wurden teilweise zerlegt und auf der Bahn nach Norden transportiert. Am nördlichen Ende wurden die Teile wieder zusammengesetzt und dann mit Kranvorrichtungen wieder in den Fluss gesetzt.

Ich bin heute mit dem Fahrrad zu diesen Anlagen gefahren und habe mir das Ganze mal angesehen. Vor einiger Zeit konnte man noch an dieser Stelle Flussdelfine beobachten, daher das Denkmal ( siehe Fotos ), allerdings geht das jetzt leider nicht mehr. Die Tiere sind weitergezogen; es heißt, eine Beobachtung sei jetzt in Kambodscha bei Kratie möglich.

Die Tour war echt toll, weil sie über die alte Trasse führt, die mittlerweile wunderbar zur Fahrradstrecke ausgebaut wurde. Insgesamt bin ich so etwa 20 km hin und zurück gefahren. Außerdem gab es unterwegs, einiges zu sehen..

Am Nachmittag bin ich dann noch zum örtlichen Tempel gefahren.  Es war ein wirklich schöner Tag!  So habe ich heute auf einer gemütlichen Radtour insgesamt etwa 30 Kilometer zurückgelegt.  Obwohl das klapprige Damenrad nicht ganz auf meine Größe abgestimmt war, war die Fahrt angenehm. Die milden Temperaturen und die ruhige Umgebung haben das Erlebnis noch schöner gemacht. 


Fotos unten

Die Mekong-Wasserfälle, einfach berauschend :-))

Foto oben: Mekong Katarakt



Die Wasserfälle des Mekong stellen ein beeindruckendes Naturschauspiel dar, bei dem sich Millionen Liter Wasser ihren Weg bahnen und teilweise bis zu 20 Meter in die Tiefe stürzen.  

Dieses Phänomen kann aus nächster Nähe beobachtet werden, da unmittelbar über den Fällen sechs Hängebrücken und mehrere Stege in die wild zerklüftete Landschaft integriert wurden.  Diese Ingenieurleistung verdient hohe Anerkennung. Die Bauwerke vermitteln einen stabilen und soliden Eindruck.  

Es ist ein großartiges Erlebnis, sich auf diesen Konstruktionen, diesem Naturschauspiel so nah annähern zu dürfen.

Die Mekong-Wasserfälle sind die größten Wasserfälle Südostasiens.


Fotos unten

Dieses Mal bin ich auch öfters auf den Fotos zu sehen. Ich hoffe es ist erträglich. Ich bin ja sonst fast nie zu sehen

Das war es aus Laos 🇱🇦 

Morgen früh setze ich mit dem Boot nach Nakasong über und steige dort in einen Bus, der mich nach Kratie, Kambodscha 🇰🇭 bringt. Die Fahrt dorthin dauert etwa  5 Stunden..